Stillen nach der Geburt und in den ersten Wochen.
Feb 23
Muttermilch ist am gesündesten für ein Neugeborenes. Sie schützt vor Infektionen und Krankheiten und gibt dem Baby alles was es braucht. Das wird allgemein annerkannt und auch nicht groß diskutiert. Grundsätzlich ist es für ein Baby das Beste bis zum 6. Monat gestillt zu werden. Aus verschiedensten Gründen ist das aber oft nicht möglich oder gewünscht.
Wichtig ist, in den ersten Wochen (speziell Woche 1 und 2) nicht nervös zu werden und die Nerven zu verlieren, auch wenn es schwer ist, wenn das kleine Etwas laut schreit und man das Gefühl hat, das Kind nicht ernähren zu können. Denn das Baby will bei Stillen nicht nur satt werden, sondern sucht auch Wärme, Schutz und Geborgenheit.
Bonding – Stillen kurz nach der Geburt
Die Bindung Mutter-Kind wird bereits von der ersten Sekunden an sehr stark geprägt. Für sog. Bonding (Bindung nach der Geburt) ist es bereits sehr wichtig, das Kind sofort nach der Geburt auf die Brust der Mutter zu legen. Das stärkt eben nicht nur das Bonding, sondern fördert auch die Milchbildung und stärkt das Baby gleich nach der Geburt mit Immunstoffen und Mineralstoffen.
Mütter mit Kaiserschnitt, die als natürlich nicht sofort nach der Geburt ihr Kind halten können, müssen aber nicht besorgt sein. Sowohl Bonding, als auch Milchbildung kommen natürlich auch, wenn man nicht gleich 2 Sekunden nach der Geburt das Baby anlegen kann.
Zwischem 3. und 5. Tag schießt die sog. Übergangsmilch ein – das kann mitunter sehr schmerzhaft sein. Deswegen das Baby einfach öfters anlegen und auch auf einen sehr angenehmen Still BH achten – nicht zu eng, das ist kontra produktiv.
Aller Anfang ist schwer
Wichtig ist, am Anfang nicht die Nerven zu verlieren. Körper und Geist müssen sich erst auf die neue Situation – nicht mehr schwanger und plötzlich Mutter zu sein – erst einstellen. Durch möglichen Schlafmangel, Stress und Anstrengungen bei der Geburt, läuft vielleicht nicht alles ab der ersten Sekunden problemlos ab.
Lassen Sie sich im Spital, oder bei div. Anlaufstellen von Stillberaterinnen beraten. Dort werden sie viele praktische Tipps bekommen.
Tipp: Nicht wenig Mütter sehen in den ersten Wochen öfters in den Babymund, ob da nicht doch schon Zähne wachsen – so schmerzhaft kann das Stillen am Beginn sein. Hier gilt auch: Einfach Geduld haben und die ersten 3 Wochen durchstehen – es wird besser (auch wenn man das bei den ersten Malen nicht glauben kann
. Stillhüttchen sind auch eine Option!
Tipp: Viele Frauen lassen sich von den Gewichtszunahmen im Internet, Büchern und von Ärzten sehr stressen, was wieder negative Auswirkungen auf die Milchbildung haben kann. Sorge um das eigene Kind ist gut, aber zuviel Stress und Sorge kann das Gegenteil bewirken! Natürlich immer zuerst den Arzt fragen. Frühchen oder Kinder mit Untergewicht müssen natürlich – auch in der Nacht – alle 3 Stunden gestillt werden!)
