Kaiserschnitt auf Wunsch. Vorteile und Nachteile
Aug 23
Laut diversen Statistiken nimmt die Kaiserschnitt Rate in fast allen europäischen Ländern stetig zu. Heißt das, dass sich immer mehr Frauen vor einer „natürlichen“ Geburt „drücken“ wollen oder dass plötzlich so viele Babys verkehrt herum liegen oder aus anderen medizinischen Gründen ein Kaiserschnitt notwendig ist?
Ich selbst habe mich teils aus medizinischen Gründen teils aber auch aus praktischen Gründen, die ein Kaiserschnitt mit sich bringt, für einen geplanten Kaiserschnitt entschieden.
Es gibt aber sowohl Argumente, die für einen geplanten Kaiserschnitt sprechen, als auch welche die dagegen sprechen.
Vorteile Kaiserschnitt
+ Das Geburtsdatum ist planbar. Man weiß genau, wann das Baby auf die Welt kommt und kann sich selber auf dieses Ereignis einstellen. Außerdem lässt sich auch die Verfügbarkeit des Partners bzw. anderer Helfer, die man in dieser Zeit braucht, leichter planen.
+ Die ganze Geburt ist innerhalb kurzer Zeit erledigt. Es hängt natürlich von der Anästhesie-Art.
+ Während des Kaiserschnitts besteht für das Baby keine Gefahr zu wenig Sauerstoff zu bekommen, wie es bei einer „natürlichen“ Geburt passieren, wenn z.B. die Nabelschnur um den Hals liegt oder die Geburt langsam voran schreitet und das Baby im Geburtskanal stecken bleibt.
+ Stundenlange Wehen und die damit verbunden Schmerzen fallen weg.
+ Der Beckenboden wird nicht belastet bzw. beschädigt (Dammschnitt) und es sollte daher auch keine Probleme mit Inkontinenz geben.
+ Ob der Geburtsstress für das Baby positiv oder negativ ist, ist nicht so recht zu sagen. Wenn die Geburt aber sehr schwer und lange ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass das ein positives Erlebnis für das Baby ist.
Nachteile, Gegenargumente Kaiserschnitt
- Der Kaiserschnitt ist eine Operation und birgt daher Risiken, die bei Operationen auftreten können. Es kann z.B. zu Verwachsungen kommen.
- Durch die Operationswunden ist man die ersten Tage und Wochen bei der Versorgung des Babys bzw. im Haushalt eingeschränkt, da man nicht schwer heben soll. Man braucht also am Anfang daheim etwas Hilfe.
- Dadurch, dass sich das Baby nicht durch den Geburtskanal schieben muss, wird manchmal die Flüssigkeit nicht ganz aus den Lungen gepresst und das Baby hat direkt nach der Geburt Schwierigkeiten mit der Atmung.
- Nach einem Kaiserschnitt muss man normalerweise länger im Spital bleiben. Während man nach einer „natürlichen“ Geburt nach ca. 3 Tagen nach Hause darf, bleibt man bei einem Kaiserschnitt ca. 7 Tage.
Buchtipps:




meine frau wollte keinen kaiserschnitt, musste dann aber einen machen. sie sagt, sie hätte lieber den geburtsschmerz gehabt, als die schärereien die sie jetzt mit der narbe hat. ok, das ist sicherlich nicht der regelfall, kommt aber leider auch vor. hauptsache unser baby ist gesund und ihr geht es auch gut
Hallo
Für mich war wichtig, dass es dem Kleinen gut geht. Und das tat und tut es.
Ich bin gerade durch Zufall auf dein Blog gekommen… find ich super.
Der Beitrag über den geplanten Kaiserschnitt ist super interessant… ich hatte auch einen Wunschkaiserschnitt… und ich bereue es in keinster Art und Weise
Herzliche Grüße,
Gianna
hi

freue mich auch über diese website.
auch ich habe meine tochter per wunschkaiserschnitt entbunden und ich habe es nie bereut, in keinster weise
in zwei wochen entbinde ich mein zweites kind per kaiserschnitt.
doch leider üben immer mehr hebammen großen druck auf frauen aus, die einen kaiserschnitt planen und einige hebammen kämpfen sogar dafür, dass frau den kaiserschnitt “auf wunsch” aus eigener tasche bezahlen soll.
natürlich gibt es vor-und nachteile – doch eine frau muss dies selbst entscheiden dürfen, nach erwägung aller vor -und nachteile.
denn die vaginale geburt birgt genauso viele risiken und ich denke, dass die hebammenverbände doch teilweise um ihren berufsstand fürchten, da geburtsvorbereitungskurse und nach vaginaler geburt anfallende rückbildungskurse ( beckenboden, inkontinenz blase, stuhlinkontinenz, dammschnitt/riss) weniger benötigt werden.
informiert euch gut und entscheidet selbst.
liebe grüsse,
silke
Ht jemand im KH barmherizgen Brüder Linz per Wunschkaiserschnitt endbunten ? Wenn ja wie war es?
und vorallem kann man da einfach hingehen und sagen ich will einen Wunschkaiserschnitt fragen da die Ärtzte nicht warum und usw und ist dass sicher dass man dan denn wks auch bekommt ?
Hallo Silke,
auch ich plane für November einen Wunschkaiserschnitt und freue mich unglaublich. Auch wenn die Hebammen es einen nicht leicht machen.
Aber ich kann die Hebammen gut verstehen, da bereits jede fünfte Geburt per WKS durchgeführt wird. Aber jeder sollte es sich gut überlegen und sich nicht einschüchtern lassen.
Werden die Kosten tatsächlich für einen WKS von den gesetzlichen Krankenkasen getragen? Muss man sich vorher mit dem Frauenarzt beraten? Braucht man eine Überweisung vom Arzt für das bestimmte Krankenhaus oder kann ich mich direkt im Krankenhaus vorstellen?
Ich habe jetzt so viel gelesen, dass ich total durcheinander bin
Liebe Grüße
Johanna
Seit Millionen von Jahren gebären Frauen Kinder. Das ist doch ganz normal und die natürliche Geburt hat wesentliche Vorteile für das Kind. Dies ist hier leider bei den Nachteilen des Kaiserschnitts nicht aufgeführt. Schade!
Natürlich ist die Geburt schmerzhaft und anstrengend, aber es ist auch wunderbar danach sagen zu können, dass man das überstanden hat und sein Kind auf natürliche Weise zur Welt gebracht hat.
Das Argument, Hebammen sind gegen den Kaiserschnitt, da sie dadurch weniger Geld mit Kursen verdienen ist wirklich unglaublich unwissend. Auch nach einem Kaiserschnitt sollten Frauen unbedingt einen Rückbildungskurs besuchen. Die Geburtsvorbereitung ist ebenfalls sehr wichtig im Falle eines geplanten Kaiserschnitts, damit Frauen sich vorab über Abläufe und die Zeit mit dem Neugeborenen informieren können.
Natürlich denke ich auch, dass Frauen selbst entscheiden müssen und für sich den richtigen Weg finden – ob nun natürlich oder durch einen Eingriff. Wenn Frauen starke Ängste haben, ist ein Kaiserschnitt wirklich günstig. Dennoch sollten solche Entscheidungen nicht auf Basis von so wenigen Fakten getroffen werden. Eine sehr genaue Information beim Arzt und der Hebamme ist wichtig.
genau man kriegt dann einen orden verlien
wenn ich das immer höre. ich hatte überhaupt keine probleme mit meinem kaiserschnitt nur mit den hebammen. die fürchten nur um ihren job. ich wünschte manchmal das könnte ich in meinem beruf auch so machen so nach dem motto ich nehmen ihnen alles ab, was sie gerne machen, nur damit ich keine stundenreduzierung im büro bekomme…
meine mama hat mir erzählt, dass sie bai mainer geburt vor 14 jahren, 25 stunden gebraucht hat; und ziemlich viele stunden die wehen hatte. außerdem hatte ich die nabelschnur um meinen hals gebunden… trotzdem bin ich auf “natürlichem weg” auf die welt gekommen… und siehe daah > ich bin gesund <
eine bekannte hat mir erzählt, dass sie bei der geburt ihres kindes auch stundenlang in den Wehen lag, außerdem hatte sich die Schnur um den Hals verfangen und trotzdem ist das Kind auf “natürlichem weg” auf die welt gekommen… und siehe da > das kind war tot (ist leider wahr)
Nichts gegen die einzelne persönliche Meinung. Aber wir sind doch alles erwachsene Leute! Um sich zu infomieren, sollte man verifizierbare Fakten einholen bei verschiedenen, fachlich kompetenten Stellen (nicht vom Hörensagen und in Foren), und vor allem nicht auf Horrorstories hörensondern kritisch hinterfragen. Angst ist dabei ein schlechter Ratgeber. Kaiserschnitt gut und schön, aber bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft (keine Risikoschwangerschaft) ist eine natürliche Geburt hierzulande nicht weniger “sicher” als ein Kaiserschnitt, selbst bei einer Hausgeburt: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/37926/Geplante_Hausgeburt_so_sicher_wie_Entbindung_in_der_Klinik.htm
Gebären ist eine Fähigkeit des Körpers, das sollte man sich nicht absprechen lassen.
Davon mal abgesehen: eine Garantie auf absolute Sicherheit gibt es im Leben nun mal nicht. Die kann auch kein OP-Team versprechen. Wer wirklich denkt, eine natürliche Geburt wäre so wahnsinnig gefährlich, der dürfte morgens nicht mehr aus dem Bett aufstehen oder gar Autofahren.
Hello! Ich hatte einen ungeplanten Kaiserschnitt und habe mich danach schrecklich gefühlt. Weniger wegen der Schmerzen, sondern wegen meiner Enttäuschung. Vorhin hab ich ein super Interview dazu gelesen:
http://www.babylog.at/2010/10/24/interviews/kaiserschnitt.html
Ich hab mir da viel mitgenommen. Ich war einfach so fixiert darauf eine natürliche Geburt zu erleben, dass der Kaiserschnitt für mich ein narzisstisches Debakel war…ich werde jetzt versuchen mich mit diesem Geburtserlebnis auszusöhnen.
Natürlich gibt es Vor- und Nachteile in sachen Kaiserschnitt aber natürlich auch bei einer natürlichen Geburt. Es ist doch oftmals so,das Frauen die lieber eine natürliche Geburt wollten,danach im negativen sprechen, da es einfach nicht der Wille der Frau war. Aber wenn man sich im Vordergrund damit beschäftigt und man sagt ich nehme lieber die Schmerzen nach einem Kaiserschnitt auf mich,anstatt die Geburtsschmerzen und die Risiken für mein Kind bei einer natürlichen Geburt, denn finde ich ist dies voll und ganz rechtens. Der WILLE der Frau zählt und nicht die Meinungen anderer.